Richtiges Atmen schafft die Grundlage für unsere Entspannung


In unserem beruflichen Alltag gibt es Situationen, in denen eine besonders erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Dies betrifft z.B. bestimmte wichtige Termine bei sogenannten Key - Account - Kunden oder bei Verhandlungen über größere Auftragssummen, in denen signifikante Jahresumsätze innerhalb weniger Tage erzielt werden.

Auch etwa bei wichtigen Großprojekten oder besonders imageträchtigen Aufträgen, die man aus den verschiedensten Gründen gerne hätte, ist neben einer professionellen Gesprächsvorbereitung unsere ungeteilte Aufmerksamkeit gefragt, auch und besonders in kritischen Momenten des Verhandlungsablaufes.


Druck in Gesprächssituationen - wie gehe ich damit um

Durch den Druck in einer entscheidenden Gesprächssituation passiert es oft, dass unsere Atmung flacher wird, evtl. unser Sprechtempo etwas schneller, dies alles leitet sich ursächlich aus bestimmten Mechanismen ab, die während einer solchen "Gefahrensituation" in unserem Stammhirn bei Stress ablaufen. Eventuell schießt zusätzlich noch Adrenalin in's Blut, unser Puls steigt und braucht bis zu. einer halben Stunde, ehe er wieder auf Normalwert ist.

Es ist daher erforderlich, besonders in solchen Momenten aber möglichst auch sonst immer, richtig zu atmen und Luft zu holen. Den die verminderte Atemkapazität bewirkt, dass wir pro Atemzug Luft weniger Sauerstoff in die Lungen und damit in unseren Organismus bekommen. Unser Körper, unser Gehirn ist dadurch weniger leistungsfähig - in entscheidenden Momenten ein erheblicher Nachteil bei einer Verhandlung, wo es auch darauf ankommt, kognitive Maximalleistungen zu erbringen. Auch bewirkt häufiges, tägliches Autofahren über mehrere Stunden, im Außendienst nun mal unabdingbarer Bestandteil unserer Arbeit, eine immer flacher werdende Atmung.

Wie atmet man nun richtig?

Die Trennlinie zwischen Bauch- und Brusthöhle ist die entscheidende Stelle, wenn man sich vorstellt, dass atmen wie das hin- und her drücken eines kuppelartigen Muskels ist, der sich quer durch unseren Rumpf spannt. Aktiviert man diesen Muskel, senkt sich diese Kuppel nach unten - der dabei entstehende Unterdruck in der Brusthöhle bewirkt, dass Luft in die Lungenflügel strömt. Wir atmen ein. Daher spricht man von einer gesunden Bauchatmung, wenn sich das Zwerchfell nach unten senkt und im gleichen Maße eine adäquate Vergrößerung der Bauchhöhle bewirkt.

Leider atmen viele Menschen tendenziell zu flach, d.h. das Zwerchfell als eigentlicher Atemmuskel wird nur wenig bewegt. Das hat zur Folge, dass dieser Muskel verkürzt und sich unser Atemvolumen noch weiter verringert. Dem kann man vorbeugen, indem man regelmäßig tief über das Zwerchfell (den Bauch) tief ein- und besonders tief auch ausatmet, am besten 3 bis 4 mal täglich 5 bis 10 Atemzüge hintereinander tief ausatmen. Man kann unbedenklich bis zu 40, 50 Sekunden hintereinander ausatmen. Dadurch steigt der Kalziumspiegel im Blut wieder und die Gefäße erweitern sich, ein evtl. Kopfschmerz lässt nach, der pH- Wert fällt wieder, auch innerhalb einer kurzen Zeit.

Andere Kulturen - anderen Atemgewohnheiten

In Japan eröffnet man bestimmte geschäftliche Sitzungen damit , dass man miteinander gemeinsam ein- und ausatmet. Wir alle kennen die Shiatsu - Massage, eine spezielle japanische Variante der klassischen Massage, bei der der Therapeut gemeinsam mit seinem Patienten im Einklang atmet. Das erzeugt ein Klima der Entspanntheit und Harmonie.

Sie sollten versuchen, diese Erfahrungen zum richtigen Atmen als vorbeugende Entspannung vor wichtigen, geschäftlichen Besprechungen zu nutzen. Oder probieren Sie einfach, im Arbeitalltag durch kleine Tricks Verhaltensgewohnheiten zu ändern. Wenn Sie z.B. beim Handyklingeln immer zuerst tief einatmen, bevor Sie das Gespräch führen, können Sie nun durch einen kleinen Zettel am Armaturenbrett sich daran erinnern, immer zuerst auszuatmen, bevor Sie an Ihr Handy gehen. Das schützt den Körper vor dem absinken des Kalziumspiegels und damit vor Kopfschmerz und Überempfindlichkeit. Innerhalb von 3 bis 4 Wochen sollte dieses Verhalten dann in eine natürliche Routine übergegangen sein.

Ihr Gesprächspartner wird über Ihr entspanntes Auftreten erfreut sein.Viel Spaß bei der Umsetzung.

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