Während der Arbeit im Außendienst viel trinken


Im Außendienst gibt es oft Tage, an denen die Termine "Schlag auf Schlag" liegen und lediglich durch die Anreisezeit zum jeweils nächsten Termin unterbrochen werden. Um so wichtiger ist es, auch in diesen Fällen ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Gerade durch die hohe körperliche und nervliche Belastung bei längeren Autofahrten unter Zeitdruck sowie bestimmten, klimatischen Wetterlagen (Sommerhitze usw.) ist es erforderlich, immer wieder zusätzlich zu trinken. Durch essen alleine erhalten wir nicht erforderlichen Mengen an Flüssigkeit . Denn wenn sich der Durst einstellt, zeigt der Körper bereits einen Mangel an und es wird höchste Zeit zu handeln.


Ca. 60% unseres Körpergewichtes besteht aus Wasser. Es hat die Aufgabe, Mineral- und Nährstoffe zu transportieren und sorgt für den Körpertemperatur - Ausgleich. Gleichzeitig spült Wasser Schadstoffe aus und transportiert Sauerstoff in die Zellen. Nur so können sie voll funktionieren und die Arbeit verrichten. Also: stetes trinken erhält unsere Leistungsfähigkeit und ermöglicht uns, die erforderlichen Aufgaben zu bewältigen sowie die volle Konzentrationsfähigkeit beim Autofahren zu erhalten, der Müdigkeit vorzubeugen.

Immer wieder gibt es jedoch Gründe, nicht anzuhalten oder an einem Parkplatz kurz zu rasten. Wir kennen sie zur Genüge : der drohende Zeitverlust ist einer davon. Er zwingt uns oft zum weiterfahren, auch der Gedanke, dass man einige Zeit später dann auch noch eine Toilette aufsuchen muss, lässt PKW- Fahrer im Außendienst oft an Ausfahrten zu Raststätten oder Parkplätzen vorbeifahren. Doch dies rächt sich, unser Körper vergisst nichts. Bei geringerer Flüssigkeitszufuhr haben wir weniger Wasser im Körper und damit nicht ausreichend Möglichkeiten, Giftstoffe zu neutralisieren, zu verdünnen oder auszuscheiden.


Dadurch lagern sich Säuren und Salze an den Zellwänden ab und schädigen auf lange Sicht Haut, Bindegewebe und Gefäße. Die Langzeitfolgen davon sind : Durchblutungsstörungen, Bluteindickung und Nährstoffmangel. So werden wiederum langfristig innere sowie Herz - Kreislauf - Erkrankungen begünstigt. Eine Kette von Folgeerscheinungen, die eigentlich nicht sein müssten. Auch die Blase benötigt das Durchspülen mit Wasser zur Vorbeugung der Bildung von Nierensteinen. Studien haben ergeben, dass regelmäßiges Trinken tagsüber das Risiko der Bildung von Blasenkrebs erheblich vermindert.

Also: regelmäßiges und richtiges Trinkverhalten während der Arbeit kann man lernen. Als Faustregel kann gelten: je Stunde ein Glas Wasser, am besten ohne oder mit wenig Kohlensäure und etwa in Körpertemperatur bzw. nur wenig darunter. So kann man dem Körper zusätzliche Arbeit ersparen, weil er z.B. kalte Getränke, die wir zuführen, erst wieder intern auf Körpertemperatur herauf "erwärmen" muss. Am besten sind klare oder mineralische Wässer. In Deutschland kann man auch Leitungswasser als geeignet ansehen, da seine Aufbereitung hohen, gesetzlichen Standards unterliegt und regelmäßig kontrolliert wird.

Herkömmliche Früchte- und Kräutertee's sind ebenfalls eine Alternative, sie bieten eine aromatische Abwechslung und enthalten i.d.R. auch keine zusätzlichen Kalorien. Auch gewisse Milchgetränke ohne Zuckerzusätze und mit wenig Fettanteil (Soja- oder Buttermilch) eignen sich hervorragend als Durstlöscher, angenehmer Nebeneffekt ist, dass hier noch zusätzlich Kalzium und Vitamin B zugeführt wird.

Säfte sind ebenfalls eine gewisse Alternative, zumal geschmacklich als Abwechslung. Hier sollte man jedoch darauf achten, naturbelassene Säfte ohne Aroma- oder Zuckerzusätze zu verwenden, am besten Direktsäfte oder natürlich frisch gepresst unterwegs. Manchmal lohnt sich ein Zwischenstopp an der Raststätte doch, hier gibt es immer mehr Säfte - Bar's, an denen frisch gepresste Fruchtsäfte oder Schorlen gekauft werden können. Den Unterschied zum Fruchtsaft aus Konzentrat schmeckt man allemal - und wenn moderate Preise verlangt werden, ist man gern bereit, hier den Körper mit Flüssigkeit und Vitaminen aufzutanken.

Sportgetränke oder ionische Getränke sollte man mit etwas Vorsicht behandeln, sie benötigt man in der Regel eher bei erhöhten, körperlichen Belastungen (Leistungssport, schwere körperliche Arbeit), weniger als durststillende Alternative. Ebenfalls ungeeignet sind natürlich Kaffee in großen Mengen oder gar alkoholische Getränke.

Fazit für beruflich viel Reisende:

- immer genügend Wasser dabeihaben
- bei extremen Wetterlagen besonders viel trinken
- wenn nötig, Handywecker zur nächsten Trinkpause stellen
- bei jeder Pause oder Rast trinken, auch wenn man kein Durstgefühl hat
- zu jeder Mahlzeit etwas trinken

Auf diese Weise stellt man sicher, dass der Körper immer entlang seiner vollen Leistungsfähigkeit arbeiten kann und keine gesundheitliche Einschränkungen durch mangelnde Flüssigkeitsaufnahme eintreten können. Gute Fahrt!

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